Sicher mit einem finanziellen Polster in den Ruhestand starten – für viele Erwerbstätige wird dieser Schritt immer schwieriger. Bereits heute gilt die gesetzliche Rente teilweise nicht mehr als ausreichend, um den Bedarf im Alter zu decken. Und es kommt für die Generation der heute 30- oder 40-Jährigen noch schlimmer. Experten sehen das Rentenniveau immer weiter sinken, bereits 2030 solle es sich massiv zu Ungunsten der Ruheständler verschlechtert haben.
Die Lehre daraus kann nur sein, dass die private Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung gewinnt. Leider kommt diese Tatsache in der jüngeren Generation immer noch nicht an. Umfragen zeigen regelmäßig, dass die 20- bis 30-Jährigen sich nur in einem unzureichenden Maß um die finanzielle Sicherheit im Alter kümmern. Ebenfalls erschreckend: Viele Erwerbstätige, selbst im gestandenen Alter, haben keine klare Vorstellung davon, wie die finanzielle Versorgung im Alter aussieht.
Rente Rockt hat exklusiv den unabhängigen Berater der Bernhard Assekuranzmakler GmbH Hamburg Stefan Misselbeck interviewt, um ihm rund um das Thema Riester-Rente auf den Zahn zu fühlen. Kritische Fragen, wie „Ist die Riester-Rente ein Minusgeschäft?“ „Für wen lohnt sie sich?“ und „Warum bringt jeder Finanztest unterschiedliche Testsieger hervor“ werden näher betrachtet.
Interview mit Stefan Misselbeck von der Bernhard Assekuranzmakler GmbH
Sie beraten Ihre Kunden unter anderem rund um das Thema private Altersvorsorge. Die Riester-Rente stellt dabei heute ein zentrales Modell dar. Warum wird die Riester-Rente oft so kritisch gesehen?
Misselbeck: Weil es viele Menschen gibt und viele Meinungen. Das ist jedoch zu pauschal betrachtet. Es gibt kein schwarz und es gibt kein weiß. Ob die Riester-Rente zu der eigenen Planung passt und sich somit für den Einzelnen lohnt sollte man im persönlichen Gespräch klären.
Immer wieder hört man, die Riester-Rente sei in vielen Fällen ein Minusgeschäft. Für wen lohnt sie sich und für wen nicht?
Misselbeck: Auch hier gilt: Es gibt keine pauschale Antwort. Im Gesamten betrachtet, lohnt sich die Riester-Rente für alle. Es ist jedoch wichtig, zu prüfen ob es passt oder nicht. Minusgeschäft? Dies leuchtet mir nicht ein. Bei der Riester-Rente bietet der Staat Ihnen massiv Unterstützung. Sie zahlen den gewünschten Beitrag ein und der Staat legt noch einen beachtlichen Betrag oben drauf. In der Konsequenz bedeutet dies: Sie sparen mit fremdem Geld für Ihre Altersvorsorge.
Es geht bei der Frage des Minusgeschäftes unter anderem darum, dass die Kosten der Anbieter sehr hoch sein sollen und die Rendite zu gering ist, und es sich für bestimmte Berufsgruppen, Geringverdiener aber auch Besserverdienende nicht lohnt.
Es sind schöne Zeiten, wenn wir kerngesund und glücklich sind und unser Leben genießen können. In solchen Zeiten fühlen wir uns stark und glauben alle Hürden mit Bravour überwinden zu können. Doch schon ein verstauchter Fuß oder ein gebrochener Arm schränken uns ein und verdeutlichen uns, wie wichtig eine Versicherung ist. In noch weiter Ferne ist in guten Zeiten der Gedanke an eine mögliche Berufsunfähigkeit.
Leider kann die Berufsunfähigkeit jedoch schnell und vor allem unvorhergesehen eintreten. Ein Unfall mit Folgeschäden, psychische oder physische Erkrankungen können zur Berufsunfähigkeit führen und das Ausüben des eigenen Berufes ist in vielen Fällen nicht mehr möglich.
Deshalb gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung ebenso wie die Krankenversicherung zur Absicherung einer Existenz dazu.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt heute als eine der wichtigsten Versicherungen.
Jeder vierte deutsche Arbeitnehmer (und somit 25% der Berufstätigen in Deutschland) wird aufgrund von Krankheit oder psychischen Leiden noch vor dem Eintritt ins Rentenalter berufsunfähig. Um den bisherigen Lebensstandard zu halten und die Versorgungslücke zu schließen, ist es vor allem für die nach 1961 Geborenen eine Berufsunfähigkeitsversicherung elementar. Für alle die nach 1961 geboren sind, bietet der Staat lediglich eine sehr geringe Unterstützung, die den Verlust des Einkommens in keiner Weise ausgleicht.
Neben der eigenen Absicherung ist für Familien auch eine Sicherung des Haushaltseinkommens elementar. Nicht selten sind Familien auf zwei Einkommen angewiesen und profitieren zur Existenzsicherung im Notfall von einer BUV.
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Altersvorsorge, ja, nur wie? Es geht um die Sicherung des Lebensunterhalts und es geht um den Lebensstandard nach dem Berufsleben. Weil eine ausreichende Rente in Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr ist, nehmen Millionen Menschen in der Bundesrepublik heute einen Großteil ihrer Vorsorge selber in die Hand. Die meisten entscheiden sich dabei für die private Rentenversicherung mit Riester-Förderung.
Über 13 Millionen abgeschlossene Riester-Renten
Die Unsicherheit wächst, denn die gesetzliche Rente droht immer weiter zu sinken. Weil in Deutschland die Zahl der Rentner stetig steigt und es gleichzeitig immer weniger Menschen gibt, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sollen private Modelle die Folgen des demografischen Ungleichgewichts auffangen. Populärste Form für die zusätzliche Altersvorsorge ist bei den Deutschen die private Rentenversicherung nach Ex-Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester.
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Lohnt sich die Riester-Rente? 13 Millionen Menschen in Deutschland waren der Meinung, und schlossen einen Riester-Vertrag ab. Kritiker sagen trotzdem: „Die Riester-Rente ist ein Minusgeschäft!“ Der Staat zocke das hintenrum wieder ab, was man in der Einzahlungsphase an Steuern spare und sowieso solle man das Geld besser gleich unter die Matratze legen, anstatt es in einen Riester-Vertrag zu investieren.
Für das Alter privat vorzusorgen ist in Mode, und das aus gutem Grund. Die wenigsten wollen sich heute allein auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen. Ist das Modell nach Ex-Arbeitsminister Walter Riester für mich geeignet? Diese Frage kann man mit einem klaren „Jein“ beantworten. Denn Riester-Rente ist nicht gleich Riester-Rente. Ein Fachmann kann Abhilfe schaffen.
Die folgenden fünf Punkte sind oft gehörte Argumente gegen die Riester-Rente. Was ist dran?
In Deutschland wird jeder vierte Einwohner vor dem Beginn seiner Rente berufsunfähig. Weil die Unterstützung vom Staat zu gering ist, um im Fall von Berufsunfähigkeit den eigenen Lebensstandard zu halten, hat sich in Deutschland die private Form der Berufsunfähigkeitsversicherung durchgesetzt.
Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind psychische und physische Erkrankungen wie Depressionen oder Herz-Kreislauf-Probleme. Ihr Arzt muss untersuchen und entscheiden, ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt – Per Definition gilt als berufsunfähig, wer seinen bisherigen Beruf dauerhaft nicht weiter ausüben kann.
Nicht jeder kann sich versichern lassen
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann zwar generell von jedem abgeschlossen werden, sowohl von Selbständigen als auch Arbeitnehmern, es gibt allerdings gewisse Kriterien für eine Aufnahme in eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Beim Abschluss müssen Sie Ihre Krankengeschichte offenlegen, was im Einzelfall oft schwer ist. Deshalb sollten Sie unbedingt darauf achten, wie weit zurück der Versicherer über vergangene Krankheiten und Behandlungen informiert werden möchte; hier gibt es durchaus Unterschiede.
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Das Studentenleben beginnt. Viele neue Erfahrungen und Eindrücke treffen auf nie gesehene Herausforderungen und Lebensumstände. Schule war gestern, Kreativität, Entscheidungen und eigenverantwortliches Handeln sind gefragt.
Der Ausdruck Berufsunfähigkeit bezieht sich auf eine langfristige Beeinträchtigung der Berufsausübung durch gesundheitliche Beschwerden. Wer nicht mehr oder nur noch teilweise einen Beruf ausüben kann, kann unter Umständen vom Staat die sogenannte „Erwerbsminderungsrente“ erhalten.
Stress macht krank. Dauerhafter Stress kann zu Burnout und Berufsunfähigkeit führen – Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Versicherte vor finanziellen Einbrüchen, wenn der Beruf wegen psychischer Erkrankung nicht mehr ausgeübt werden kann.
Die Rürup-Rente ist eine staatlich geförderte Rentenversicherung. Mit ihr erhalten auch Selbständige die Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen und von staatlichen Zuschüssen zu profitieren. Staatliche Förderung erhalten Unternehmer für ihre Vorsorge normaler Weise nicht, und Modelle wie die Riester-Rente sind nur wenigen Freiberuflern gegönnt.